Fügen Sie Ihren individuellen HTML-Code hier ein
Fügen Sie Ihren individuellen HTML-Code hier ein
Fügen Sie Ihren individuellen HTML-Code hier ein

LichtBlick des Tages


In Gottes starker Hand


„HERR, du hast angefangen, deinem Knecht zu offenbaren deine Herrlichkeit und deine starke Hand.“

(5. Mose 3,24)


Liebe Leserin, lieber Leser,

diese Worte spricht Mose am Ende seines Lebens. Hinter ihm liegt ein langer Weg: vierzig Jahre Wüstenwanderung, unzählige Herausforderungen, Zweifel, Widerstände und Kämpfe. Und doch schaut Mose nicht zuerst auf das, was schwer war, sondern auf das, was Gott getan hat.


Er sagt nicht: „Ich habe viel erlebt.“ Er sagt: „Du hast angefangen, deinem Knecht deine Herrlichkeit zu zeigen.“ Mose erkennt: Alles, was er gesehen und erfahren hat, war nicht Zufall, nicht menschliche Leistung, sondern Offenbarung Gottes. Gott hat gehandelt. Gott hat geführt. Gott hat seine Macht gezeigt – Schritt für Schritt, Weg für Weg.


Und Mose weiß zugleich: Gott ist noch nicht fertig. „Du hast angefangen“ – das heißt: Gottes Wirken geht weiter. Seine Herrlichkeit erschöpft sich nicht in dem, was war. Sie reicht über das hinaus, was wir bisher gesehen haben. Hier spricht ein Mensch, der gelernt hat zu vertrauen. Einer, der weiß: Mein Leben liegt nicht in meiner Hand, sondern in Gottes starker Hand.


Auch wir dürfen auf unser Leben zurückblicken und sagen: Herr, du hast angefangen, mir deine Herrlichkeit zu zeigen.

Vielleicht nicht in gewaltigen Wundern, aber in bewahrten Wegen.

Vielleicht nicht in großen Zeichen, aber in stiller Führung.

Vielleicht nicht in spektakulären Erlebnissen, aber in treuer Begleitung.

 

Wo hat Gott dich getragen, als du nicht mehr konntest?

Wo hat er Türen geöffnet, die verschlossen schienen?

Wo hat er dich bewahrt, obwohl du es erst im Rückblick erkennst?


Und vielleicht stehst du gerade an einem Punkt, an dem du nicht weißt, wie es weitergeht. Dann darfst du dich an diesem Wort festhalten:

Gott hat angefangen – und er hört nicht auf!

 

Darum bete ich heute: Herr, unser Gott, du hast auch in unserem Leben Spuren deiner Herrlichkeit hinterlassen. Du hast uns geführt, getragen und bewahrt – oft, ohne dass wir es gleich erkannt haben. Wir danken dir für deine starke Hand, die uns hält, für deine Geduld, die uns begleitet, und für deine Treue, die nicht aufhört. Hilf uns, dir zu vertrauen, auch auf Wegen, die wir noch nicht übersehen. Lass uns glauben, dass du dein Werk an uns weiterführst. Denn du hast angefangen – und du wirst vollenden, was du begonnen hast.

Amen.


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag!

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard