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LichtBlick des Tages


Ohne Gottes Gegenwart keinen Schritt – mit Jesus voller Hoffnung voran!

 

Mose sprach zu dem HERRN: Wenn nicht dein Angesicht vorangeht, so führe uns nicht von hier hinauf.

2. Mose 33,15


Sie nahmen Palmzweige und gingen hinaus Jesus entgegen und schrien: Hosianna! Gelobt sei, der da kommt im Namen des Herrn, der König von Israel!

Johannes 12,13

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

auf den ersten Blick scheinen diese beiden Verse weit auseinanderzuliegen. Hier Mose in der Wüste – dort die jubelnde Menge beim Einzug Jesu in Jerusalem. Doch beide verbindet eine zentrale Sehnsucht: Gottes Gegenwart. Mose steht an einem entscheidenden Punkt. Das Volk Israel ist unterwegs, aber Mose weiß: Der Weg hat nur dann Sinn, wenn Gott selbst mitgeht. Ohne Gottes Angesicht, ohne seine Nähe, ist selbst das verheißene Land kein Ziel. Es geht nicht zuerst um Ort oder Erfolg, sondern um Gemeinschaft mit Gott.


Viele Jahrhunderte später geschieht etwas Erstaunliches: Die Menschen in Jerusalem gehen Jesus entgegen. Sie schwenken Palmzweige und rufen „Hosianna“!  Hosianna oder Hosanna, stammt vom hebräischen hoschi'a-na ab und war ursprünglich ein dringender Bittruf an Gott, der im Psalm 118,25 zu finden ist. Hoschiana (eigentlich zwei Wörter) bedeutet „Hilf doch!“, oder „Hilf bitte!“. Erst viel später im Laufe der Zeit – auch schon in der jüdischen Liturgie – erfolgte ein Bedeutungswechsel hin zu einem Heilsruf, den Christen am Palmsonntag singen.


Denn die Menschen damals wie heute erkennen: In Jesus kommt Gott selbst zu seinem Volk. Was Mose sich ersehnte – dass Gottes Gegenwart mitgeht – wird hier sichtbar und greifbar. Gott bleibt nicht auf Distanz, sondern kommt uns entgegen.


Palmsonntag zeigt: Gott ist nicht nur Begleiter auf unserem Weg, sondern er ist der, der uns sucht. Doch die Begeisterung der Menge war oberflächlich. Viele wollten einen politischen Retter, keinen leidenden König. Sie wollten Hilfe – aber nicht unbedingt Veränderung ihres Herzens.


Die Herausforderung für uns heute ist ähnlich. Wollen wir wirklich Gottes Gegenwart – oder nur seine Hilfe für unsere eigenen Pläne? Mose erinnert uns: Ohne Gott lohnt sich kein Schritt. Palmsonntag erinnert uns: Gott ist bereits auf dem Weg zu uns – in Jesus.


Vielleicht stehst du gerade vor Entscheidungen, Unsicherheiten oder neuen Wegen. Die Frage ist nicht zuerst: „Was soll ich tun?“ sondern: „Geht Gott mit mir?“ Nimm dir Zeit, bewusst nach Gottes Gegenwart zu fragen. Und wenn Jesus dir begegnet – bleib nicht bei oberflächlicher Begeisterung stehen. Öffne ihm dein Herz wirklich.


Ich bete heute: Herr, unser Gott, wir danken dir, dass du uns nicht allein lässt. Wie Mose wollen wir sagen: Geh du vor uns her, sonst wollen wir nicht gehen. Und wir danken dir für Jesus, der uns entgegenkommt. Bewahre uns davor, dich nur oberflächlich zu feiern. Schenke uns ein Herz, das dich wirklich sucht und dir vertraut. Geh du mit uns durch unseren Alltag und leite unsere Schritte. Amen.


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard