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LichtBlick des Tages


Wenn Gott handelt – Staunen, Aufstehen, Gott preisen

 

HERR, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an uns beweisest; dir ist nichts gleich!

Psalm 40,6


Der Geheilte stand auf und nahm sogleich sein Bett und ging hinaus vor aller Augen, sodass sie sich alle entsetzten und Gott priesen und sprachen: Wir haben solches noch nie gesehen.

Markus 2,12

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

die heutige Losung aus Psalm 40,6 lenkt unseren Blick auf die Größe Gottes: Seine Wunder und Gedanken übersteigen unser Begreifen. David staunt darüber, dass Gott nicht fern und abstrakt ist, sondern sich uns Menschen zuwendet – persönlich, liebevoll und mit einem Plan. Gottes Gedanken sind nicht zufällig, sie sind getragen von Güte, Heil und Hoffnung. Niemand ist ihm gleich, weil niemand sonst so tief sieht und so umfassend handelt.


Der Vers aus Markus 2,12 zeigt, wie diese Größe Gottes ganz konkret erfahrbar wird. Ein gelähmter Mann steht auf, nimmt sein Bett und geht – vor aller Augen. Was hier geschieht, ist mehr als eine körperliche Heilung. Jesus vergibt Sünden, stellt Würde wieder her und schenkt einen neuen Anfang. Das Staunen der Menschen ist verständlich: Sie erleben etwas, das ihre bisherigen Vorstellungen von Gott sprengt. Wo Gott handelt, wird das Gewohnte durchbrochen und das Unmögliche möglich.

 

Beide Bibelstellen verbinden Staunen und Bewegung. Wer Gottes Wirken erkennt, bleibt nicht unberührt. Der Geheilte bleibt nicht liegen, und die Umstehenden bleiben nicht stumm. Aufstehen, Gehen und Gott preisen gehören zusammen. Gottes Wunder zielen nicht nur auf Bewunderung, sondern auf Veränderung – im Leben Einzelner und im Glauben der Gemeinschaft.


Auch wir tragen manchmal innere Lähmungen mit uns: Angst, Schuld, Entmutigung oder festgefahrene Gedanken. Die heutige Losung lädt uns ein, neu mit Gottes Eingreifen zu rechnen. Vielleicht geschieht kein spektakuläres Wunder vor aller Augen, aber Gott wirkt oft leise und tief. Wo er uns anspricht, dürfen auch wir aufstehen – alte Lasten liegen lassen und neue Schritte wagen. Und wo wir Gottes Handeln erkennen, sind wir eingeladen, nicht zu schweigen, sondern ihm die Ehre zu geben.



Ich bete heute: Herr, mein Gott, groß sind deine Wunder und deine Gedanken über meinem Leben. Danke, dass dir nichts unmöglich ist und dass du mich siehst. Heile, was in mir gelähmt ist, und schenke mir den Mut, aufzustehen und dir zu vertrauen. Öffne meine Augen für dein Wirken im Alltag und meinen Mund zu deinem Lob. Lass mein Leben ein Zeugnis deiner Gnade sein.

Amen.


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag!

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard