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LichtBlick des Tages


Zwischen innerem Kampf und göttlichem Sieg


Sieh an meinen Jammer und mein Elend und vergib mir alle meine Sünden!“

Psalm 25,18

 

Ich elender Mensch! Wer wird mich erlösen von diesem Leib des Todes? Dank sei Gott durch Jesus Christus, unsern Herrn!

Römer 7,24–25

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese beiden Verse führen uns mitten hinein in die ehrliche Not des Menschen vor Gott. Sowohl der Psalmbeter als auch Paulus schrecken nicht davor zurück, ihr inneres Elend offen auszusprechen. Da ist kein Beschönigen, kein Verdrängen – sondern ein klares Eingeständnis: Ich bin hilfsbedürftig, ich bin schuldig, ich brauche Rettung.


Der Psalm ist ein Gebet. Der Beter wendet sich direkt an Gott und bittet: „Sieh mich an!“ Es ist die Sehnsucht, von Gott wahrgenommen zu werden – nicht nur in den guten Momenten, sondern gerade im Zerbruch. Und er verbindet diese Bitte mit der Hoffnung auf Vergebung. Er weiß: Gott sieht nicht nur das Elend, sondern ist auch bereit zu vergeben!


Paulus geht noch einen Schritt weiter. In Römer 7 beschreibt er den inneren Kampf des Menschen, der das Gute will, aber das Böse tut. Sein Ausruf „Ich elender Mensch!“ ist kein Zeichen von Verzweiflung ohne Hoffnung, sondern der Wendepunkt. Denn unmittelbar danach folgt die Antwort: „Dank sei Gott durch Jesus Christus!“ Die Rettung liegt nicht in eigener Kraft, sondern in Christus.


Diese Worte laden uns ein, ehrlich zu werden. Oft versuchen wir, unser Versagen zu verstecken – vor anderen, vor uns selbst und sogar vor Gott. Doch echte Veränderung beginnt dort, wo wir unser Elend benennen und Gott hinhalten. Du darfst mit allem zu ihm kommen: mit Schuld, mit innerem Kampf, mit Fragen. Gott sieht dich bereits – aber er wartet darauf, dass du dich ihm öffnest.


Gleichzeitig erinnern uns diese Verse daran, dass wir nicht in unserer Not stecken bleiben müssen. In Jesus Christus ist die Antwort schon gegeben. Vergebung ist möglich, und Erlösung ist Realität – nicht, weil wir stark sind, sondern weil er es ist.


Darum bete ich heute: Herr, du siehst meinen Jammer und mein Elend. Ich bringe dir alles, was mich belastet, und bitte dich: Vergib mir meine Sünden. Danke, dass ich nicht in meiner Schwachheit gefangen bleiben muss. Danke für Jesus Christus, durch den ich Erlösung finde. Hilf mir, dir ehrlich zu begegnen und täglich aus deiner Gnade zu leben. Amen.


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard