Von Ewigkeit zu Ewigkeit – Gott allein gebührt die Ehre

 

Gelobet sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit, denn ihm gehören Weisheit und Stärke!

Daniel 2,20

 

Amen! Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und Kraft und Stärke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit!

Offenbarung 7,12


Liebe Leserin, lieber Leser,

wie ein großer Bogen spannen sich diese beiden Verse durch die Heilige Schrift. Bei Daniel hören wir einen Menschen, der in einer unsicheren und fremden Welt lebt. In der Offenbarung begegnen wir schließlich einer unzählbaren Schar vor dem Thron Gottes. Und doch erklingt in beiden Situationen dasselbe Bekenntnis: Gott allein gebühren Weisheit, Stärke, Ehre und Lob.


Daniel 2 führt uns nach Babylon. König Nebukadnezar hat einen Traum, dessen Bedeutung niemand erklären kann. Daniel bittet Gott um Hilfe – und Gott offenbart ihm das Geheimnis. Daraufhin lobt Daniel nicht sich selbst und auch nicht seine eigene Weisheit. Er weiß, woher seine Erkenntnis kommt: von Gott. Das Buch Daniel ist ein prophetisches Buch. Es zeigt, dass Gott auch dann Herr der Geschichte bleibt, wenn mächtige Reiche kommen und gehen und Menschen meinen, selbst über ihr Schicksal bestimmen zu können.


In der Offenbarung stehen wir am anderen Ende der Heilsgeschichte. Johannes sieht eine große Schar aus allen Völkern und Nationen vor Gottes Thron und vor dem Lamm. Ihr Lobpreis mündet in das Siebenfache Bekenntnis: Lob, Ehre, Weisheit, Dank, Preis, Kraft und Stärke gehören Gott. Die Offenbarung wird damit gewissermaßen zum „Schlussakkord“ der Heiligen Schrift: Was Daniel inmitten der Geschichte bekennt, erklingt hier am Ziel der Geschichte in vollendeter Anbetung.


Was bedeutet das für mich persönlich? Vielleicht stehe ich gerade selbst vor etwas, das ich nicht verstehe. Vielleicht fehlen mir Antworten, Kraft oder Orientierung. Dann darf ich mich an Daniels Bekenntnis halten: Gott weiß, was ich nicht weiß, und Gott kann, was ich nicht kann. Ich muss nicht alles verstehen, um ihm vertrauen zu können.


Und so darf mein Leben schon heute in den Lobpreis einstimmen, der einmal vor Gottes Thron vollkommen erklingen wird. Nicht meine Stärke trägt mich – sondern seine. Nicht meine Weisheit hält alles zusammen – sondern seine.


Ich bete heute: Herr, mein Gott, ich danke dir, dass deine Weisheit größer ist als mein Verstehen und deine Stärke größer als meine Schwachheit. Wenn ich keinen Weg sehe, hilf mir, dir zu vertrauen. Wenn ich mich sorge, erinnere mich daran, dass du Herr über alle Dinge bist. Schenke mir ein Herz, das dich nicht nur in guten Zeiten lobt, sondern auch mitten in den Fragen und Herausforderungen des Lebens. Dir gehören Lob und Ehre, Weisheit und Dank, Kraft und Stärke – heute und in Ewigkeit. Amen.


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Tag

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard