LichtBlick des Tages
Vom Kreuz zur Herrlichkeit – auch mein Weg?
Der HERR, unser Gott, ist gerecht in allen seinen Werken, die er tut.
Daniel 9,14
Musste nicht der Christus dies erleiden und in seine Herrlichkeit eingehen?
Lukas 24,26
Liebe Leserin, lieber Leser,
diese beiden Verse führen uns tief hinein in das Wesen Gottes und in das Geheimnis unseres Glaubens. Daniel bekennt die Gerechtigkeit Gottes – eine Gerechtigkeit, die sich in allem zeigt, was er tut. Gott handelt niemals willkürlich oder ungerecht. Selbst dann, wenn wir seine Wege nicht verstehen, bleibt er doch treu und gerecht. Seine Entscheidungen sind vollkommen, auch wenn sie für uns manchmal schwer zu begreifen sind.
Im Lukasevangelium sehen wir, wie sich diese göttliche Gerechtigkeit im Leben Jesu erfüllt. Der Weg zur Herrlichkeit führte für Christus nicht an Leid und Kreuz vorbei. Das Leiden war kein Zufall, sondern Teil von Gottes gerechtem und heilsamem Plan. Durch das Kreuz wurde das Problem der Sünde gelöst – nicht, indem Gott sie übersah, sondern indem er sie in Jesus selbst trug.
Für uns persönlich bedeutet das: Auch unser Leben kennt Zeiten des Leidens, der Fragen und der Unsicherheit. Doch wir dürfen darauf vertrauen, dass Gott gerecht ist – auch in den schweren Momenten. Vielleicht verstehen wir heute nicht, warum wir durch bestimmte Situationen gehen müssen. Aber wie bei Jesus kann auch unser Weg durch Schwierigkeiten hindurch zu etwas Größerem führen, das Gott vorbereitet hat.
Die Herausforderung besteht darin, Gott auch dann zu vertrauen, wenn wir seine Wege nicht sofort erkennen. Sein Ziel ist nicht unser kurzfristiges Wohlbefinden, sondern unsere ewige Gemeinschaft mit ihm und unsere Verwandlung in sein Bild.
Darum bete ich heute: Herr, du gerechter Gott, ich danke dir, dass deine Wege vollkommen sind, auch wenn ich sie nicht immer verstehe. Hilf mir, dir zu vertrauen, besonders in schwierigen Zeiten. Zeige mir, wie ich durch Herausforderungen wachsen und dir ähnlicher werden kann. Danke, dass Jesus den Weg durch Leiden gegangen ist und mir damit Hoffnung und Leben schenkt. Stärke meinen Glauben und führe mich in deine Herrlichkeit. Amen.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag
Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard

