Was wird das für eine Freude sein!
Die Erlösten des HERRN werden heimkehren. Wonne und Freude werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen.
Jesaja 51,11
Ihr werdet euch freuen mit unaussprechlicher und herrlicher Freude, wenn ihr das Ziel eures Glaubens erlangt, nämlich der Seelen Seligkeit.
1. Petrus 1,8–9
Liebe Leserin, lieber Leser,
was wird das für eine Freude sein! Eine Freude, die wir heute nur erahnen können und die doch schon jetzt in unser Leben hineinleuchten darf. Jesaja spricht von den Erlösten des HERRN, die heimkehren. Sie werden Wonne und Freude erleben, und alles Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen. Petrus nennt diese Freude „unaussprechlich und herrlich“. Sie erwartet uns, wenn wir das Ziel unseres Glaubens erreichen: die Seligkeit unserer Seele.
In diesen Tagen und in dieser Zeit, aber auch schon bei unseren Glaubensvätern und Glaubensmüttern, die uns vorausgegangen sind, war etwas von dieser Freude zu spüren. Besonders in ihren Liedern klingt die Hoffnung auf die Ewigkeit durch. Sie wussten: Diese Welt ist nicht unsere letzte Heimat. Hinter allem Leid steht eine herrliche Zukunft bei unserem Herrn.
Was wird das sein, wenn die Last dieser Welt von uns abfällt! Wenn wir all das Leid, den Schmerz, die Not, die Anfechtungen und Versuchungen hinter uns lassen dürfen. Wenn nichts mehr wehtut, niemand mehr weinen muss und kein Seufzen mehr zu hören ist. Wenn wir heimkehren – zu unserem Herrn, der uns erlöst hat.
Diese Hoffnung darf auch heute mein Herz tragen. Gerade wenn mich Sorgen bedrücken oder ich müde und angefochten bin, darf ich den Blick nach vorne richten. Mein Glaube hat ein Ziel. Ich gehe nicht ins Ungewisse, sondern einer herrlichen Ewigkeit entgegen. Noch können wir diese Freude nicht vollständig begreifen – aber wir dürfen ihr entgegenleben.
Vielleicht sollten wir deshalb wieder öfter die alten Lieder unserer Glaubensväter singen und uns daran erinnern lassen: Unsere Heimat ist im Himmel. Und dort wartet eine Freude auf uns, die alle Worte übersteigt.
Wenn heute Sorgen, Schmerzen oder Enttäuschungen mein Herz beschweren, möchte ich mich bewusst an diese Hoffnung erinnern. Ich will nicht nur auf das schauen, was mich jetzt belastet, sondern auf das, was mich erwartet: die ewige Freude bei Jesus.
Ich bete heute: Herr Jesus, danke, dass du mir eine Hoffnung geschenkt hast, die über dieses Leben hinausreicht. Wenn ich müde, traurig oder angefochten bin, richte meinen Blick auf dich und auf die Freude, die bei dir auf mich wartet. Hilf mir, dir treu zu bleiben und in der Hoffnung auf die Ewigkeit zu leben. Lass mich schon heute etwas von deiner Freude erfahren. Amen.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag
Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard

