LichtBlick des Tages
Gott hat das letzte Wort
Ich habe die Erde gemacht und Menschen und Tiere, die auf Erden sind, durch meine große Kraft und meinen ausgereckten Arm und gebe sie, wem ich will.
Jeremia 27,5
Gottes unsichtbares Wesen - das ist seine ewige Kraft und Gottheit - wird seit der Schöpfung der Welt, wenn man es mit Vernunft wahrnimmt, an seinen Werken ersehen.
Römer 1,20
Liebe Leserin, lieber Leser,
die beiden Verse aus Jeremia und dem Römerbrief führen uns mitten hinein in eine große, tröstliche Wahrheit: Gott ist der Ursprung aller Dinge – und er bleibt ihr Ziel. „Ich habe die Erde gemacht“, sagt Gott durch den Propheten Jeremia. Nicht Menschen, nicht Mächte, nicht Reiche oder Ideologien stehen am Anfang der Geschichte, sondern Gott selbst. Mit seiner Kraft, mit seinem ausgestreckten Arm hat er geschaffen, was ist. Und er bleibt souverän: Er gibt die Erde, „wem ich will“. Das ist kein kalter Machtanspruch, sondern eine Verheißung: Die Welt ist nicht sich selbst überlassen.
Paulus greift diesen Gedanken im Römerbrief auf und lenkt unseren Blick auf Gottes Werke. In allem Geschaffenen – in der Ordnung der Welt, in ihrer Schönheit, aber auch in ihrer Tragfähigkeit trotz aller Krisen – leuchtet etwas von Gottes unsichtbarem Wesen auf. Seine ewige Kraft und Gottheit sind nicht verschwunden, auch wenn sie oft übersehen oder verdrängt werden. Wer mit Vernunft hinschaut, kann Spuren Gottes erkennen – selbst dort, wo es dunkel erscheint.
Gerade in einer Zeit, in der die „Popanze dieser Welt“ laut auftreten, Angst verbreiten und sich als alternativlos darstellen, ist diese Botschaft heilsam. Gott ist der Erste und der Letzte. Nicht politische Systeme, nicht wirtschaftliche Zwänge, nicht Gewalt oder Ideologien haben das letzte Wort. Sie kommen und gehen. Gott aber bleibt. Seine Macht ist nicht hysterisch, nicht brüchig, nicht kurzlebig. Sie ist ewig.
Diese Hoffnung lädt mich ein, meine Angst loszulassen und mein Vertrauen neu auszurichten. Wo ich mich ohnmächtig fühle, darf ich mich erinnern: Mein Leben liegt nicht in den Händen wechselnder Mächte, sondern in Gottes Hand. Ich bin eingeladen, bewusster hinzuschauen – auf Gottes Spuren im Alltag – und ihm auch dann zu vertrauen, wenn ich nicht alles verstehe.
Darum bete ich heute: Gott, du Schöpfer aller Dinge, du bist der Anfang und das Ende. Wenn die Stimmen dieser Welt laut werden und mir Angst machen, richte meinen Blick neu auf dich. Lass mich deine Kraft in deinen Werken erkennen und schenke mir ein Herz voller Vertrauen. Du hast das letzte Wort – heute und in Ewigkeit.
Amen.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag!
Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard

