Einer steht über allem – und wird niemals müde!

 

Weißt du nicht? Hast du nicht gehört? Der HERR, der ewige Gott, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht müde noch matt, sein Verstand ist unausforschlich.

Jesaja 40,28


Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.

Römer 11,36


Liebe Leserin, lieber Leser,

was für eine Verheißung! Was für ein Trost! Auch wenn die Last der Welt uns zu schaffen macht, wie es in einem Lied heißt: Wir Menschen kommen immer wieder an unsere Grenzen. Wir verstehen vieles von dem, was in der Welt geschieht, nur vordergründig oder überhaupt nicht. Wir sehen einzelne Ereignisse, hören Nachrichten und fragen nach dem Warum. Doch die großen Zusammenhänge bleiben uns verborgen.


Aber einer steht über allem: der ewige Gott!


Jesaja richtet diese Worte an ein Volk, das müde und mutlos geworden ist. Israel befindet sich im Exil, fern der Heimat. Die Menschen fragen sich, ob Gott sie vergessen hat. Darum erinnert der Prophet sie an ihren Schöpfer: Gott hat die Enden der Erde geschaffen. Er wird nicht müde und seine Weisheit ist unausforschlich. Was uns überfordert, überfordert ihn nicht. Er kennt alle Zusammenhänge, jede Entscheidung und sogar jeden Gedanken. Seine Kraft und sein Verstand haben keine Grenzen.

 

Auch Paulus kommt am Ende von Römer 11 zu diesem staunenden Bekenntnis: „Von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge.“ Zuvor hat er Gottes Heilsplan entfaltet und gezeigt, wie unergründlich Gottes Weisheit und Erkenntnis sind. Paulus erkennt: Wir können Gottes Wege nicht vollständig begreifen. Aber wir dürfen wissen, dass alles seinen Ursprung in ihm hat, durch ihn besteht und auf ihn hin geschaffen ist.


Wenn uns die Last der Welt zu schwer wird, dürfen wir unseren Blick heben. Wir müssen nicht alles verstehen und auch nicht alle Antworten kennen. Wir dürfen dem vertrauen, der alles weiß, alles sieht und in seiner großen Weisheit und Allmacht handelt. Für den allmächtigen Gott ist nichts unmöglich. Das bedeutet nicht, dass wir jedes Geschehen sofort verstehen werden. Aber wir dürfen gewiss sein: Nichts entgleitet seiner Herrschaft. Er wird nicht müde – auch dann nicht, wenn unsere Kraft längst erschöpft ist.


Darum bete ich heute: Ewiger Gott, du hast Himmel und Erde geschaffen. Du siehst, was wir nicht sehen, und verstehst, was unseren Verstand übersteigt. Wenn uns die Last der Welt niederdrückt, richte unseren Blick auf dich. Schenke uns Vertrauen, auch wenn wir deine Wege nicht verstehen. Danke, dass du niemals müde wirst und alles in deiner Hand hältst. Dir sei Ehre in Ewigkeit. Amen.


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Tag

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard