Gott hält, was er verspricht

 

Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, an das Wort, das er verheißen hat für tausend Geschlechter.

Psalm 105,8

 

Auf alle Gottesverheißungen ist in Jesus Christus das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre.

2. Korinther 1,20


Liebe Leserin, lieber Leser,

wir Menschen machen Versprechen und erleben zugleich, dass Versprechen manchmal gebrochen werden. Worte können vergessen werden, Zusagen können sich verändern. Bei Gott ist es anders. Sein Wort bleibt bestehen. Er gedenkt ewiglich an seinen Bund. Was Gott versprochen hat, verliert niemals seine Gültigkeit.


Psalm 105 erinnert uns daran, dass Gottes Treue nicht nur für einen Augenblick gilt. Sie reicht über Generationen hinweg. Gott ist ein Gott, auf dessen Wort wir uns verlassen können. Auch wenn sich unsere Lebensumstände verändern, bleibt er derselbe.


Paulus zeigt uns, wo wir Gottes Verheißungen besonders deutlich erkennen: in Jesus Christus. In ihm spricht Gott sein großes „Ja“ zu uns. Jesus ist der sichtbare Beweis dafür, dass Gott seine Zusagen erfüllt. Darum dürfen auch wir unser „Amen“ sprechen. Damit sagen wir: „Ja, Herr, ich vertraue dir. Dein Wort ist wahr, auch wenn ich noch nicht sehen kann, wie du handeln wirst.“

 

Vielleicht gibt es gerade in meinem Leben eine Situation, in der ich Gottes Hilfe dringend brauche. Vielleicht mache ich mir Sorgen um meine Zukunft, um einen Menschen, eine Entscheidung oder einen Weg, den ich noch nicht kenne. Gerade dann darf ich mich an Gottes Verheißungen festhalten. Ich muss nicht alles verstehen und auch nicht wissen, was morgen kommt. Ich darf wissen: Gott vergisst seinen Bund nicht.


Ich möchte deshalb meine Sorgen bewusst in Gottes Hände legen und mich immer wieder daran erinnern: Gott hält, was er verspricht. Seine Treue hängt nicht von meinen Gefühlen ab. Wenn mein Glaube schwach ist, bleibt er trotzdem treu. Wenn ich keinen Ausweg sehe, kennt Gott bereits den Weg.


Ich bete heute: Treuer Gott, danke, dass dein Wort feststeht und deine Verheißungen niemals vergehen. Danke für dein großes Ja in Jesus Christus. Hilf mir, dir auch dann zu vertrauen, wenn ich deinen Weg noch nicht erkennen kann. Stärke meinen Glauben, schenke mir Frieden und lass mich deine Zusagen in meinem Herzen bewahren. Ich lege meine Sorgen und meine Zukunft in deine Hände. Amen.


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard