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LichtBlick des Tages


Zwischen Schuld und Gnade: Der Weg zurück zu Gott

 

Ach, Herr, du großer und schrecklicher Gott, der du Bund und Gnade bewahrst denen, die dich lieben und deine Gebote halten! Wir haben gesündigt und Unrecht getan.

Daniel 9,4–5


Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.

Johannes 6,37

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese beiden Bibelverse führen uns mitten hinein in die Spannung unseres Glaubenslebens: auf der einen Seite die ehrliche Erkenntnis unserer Schuld – auf der anderen Seite die überwältigende Zusage von Gottes Gnade.

Daniel spricht hierzu ein mutiges Gebet. Er beschönigt nichts. Er redet nicht um den heißen Brei herum, sondern nennt die Dinge beim Namen: „Wir haben gesündigt.“ Das ist unbequem und es fällt uns oft sehr schwer. Doch genau hier beginnt echte Veränderung. Solange wir unsere Fehler verdrängen oder rechtfertigen, bleiben wir innerlich gefangen. Daniel zeigt uns: Der Weg zu Gott führt über Ehrlichkeit.


Und dann kommt Jesus mit einer Zusage, die kaum größer sein könnte: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ Keine Bedingungen, keine Einschränkungen. Kein „erst musst du dich verbessern“. Nur eine offene Einladung.

 

Das ist das Evangelium in seiner Schönheit und unfassbaren Klarheit: Wir dürfen mit unserer Schuld zu Gott kommen – nicht erst, wenn wir perfekt sind, sondern gerade dann, wenn wir es nicht sind.


Vielleicht gibt es Dinge in deinem Leben, die dich belasten. Fehler, die du bereust. Worte oder Entscheidungen, die du am liebsten ungeschehen machen würdest. Die Versuchung ist groß, sich zurückzuziehen oder sich selbst zu verurteilen. Doch Gottes Weg ist ein anderer: Geh mit allem zu Jesus. Halte nichts zurück. Er weist dich nicht ab.

Das bedeutet nicht, dass Schuld egal ist – Daniel zeigt uns das Gegenteil. Aber es bedeutet, dass Schuld nicht das letzte Wort hat. Gottes Gnade ist größer.


Darum bete ich heute: Herr, du kennst mein Herz. Du weißt, wo ich schuldig geworden bin. Ich bringe dir alles, was mich belastet. Vergib mir und reinige mich. Danke, dass du mich nicht abweist, sondern mich annimmst, so wie ich bin. Hilf mir, in deiner Gnade zu leben und dir neu zu vertrauen. Amen.


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag!

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard