LichtBlick des Tages
Freiheit mit einem Auftrag
Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe.
2. Mose 20,2
Zur Freiheit seid ihr berufen worden, liebe Brüder und Schwestern. Auf eins jedoch gebt acht: dass die Freiheit nicht zu einem Vorwand für die Selbstsucht werde, sondern dient einander in der Liebe!
Galater 5,13
Liebe Leserin, lieber Leser,
Freiheit ist ein großes Geschenk. Schon im Alten Testament stellt Gott sich seinem Volk zuerst als Befreier vor. Er erinnert Israel daran, dass er sie aus der Knechtschaft herausgeführt hat. Bevor er Gebote gibt, zeigt er: „Ich habe euch befreit.“ Freiheit ist also kein menschlicher Erfolg, sondern ein göttliches Geschenk. Im übertragenen Sinn, sieht Gott auch unsere Gefangenschaften – Angst, Schuld, Gewohnheiten, die uns festhalten – und er möchte uns herausführen.
Im Neuen Testament wird dieser Gedanke weitergeführt. Paulus schreibt, dass wir zur Freiheit berufen sind. Doch er fügt eine wichtige Warnung hinzu: Freiheit darf nicht zur Selbstsucht werden. Wahre Freiheit zeigt sich nicht darin, dass ich nur tue, was ich will, sondern darin, dass ich lieben kann. Freiheit bedeutet nicht, dass ich niemanden mehr brauche. Sie bedeutet, dass ich frei bin, anderen zu dienen.
Das stellt unsere heutige Vorstellung von Freiheit auf den Kopf. Oft denken wir: Frei bin ich, wenn mich niemand einschränkt. Die Bibel sagt: Frei bist du, wenn du Gott aus freiem Herzen dienen kannst, ohne Angst und ohne Zwang. Wenn wir Gottes Befreiung annehmen, verändert sich unser Herz. Wir müssen nicht mehr um Anerkennung kämpfen oder uns selbst beweisen. Wir dürfen aus einer inneren Ruhe heraus handeln.
Vielleicht gibt es Bereiche in deinem Leben, in denen du dich noch gebunden fühlst – durch Sorgen, durch Erwartungen anderer oder durch eigene Fehler. Nimm dir Zeit, Gott bewusst dafür zu danken, dass er ein Befreier ist. Frage dich auch: Wo kann ich heute meine Freiheit nutzen, um jemandem Gutes zu tun? Ein freundliches Wort, eine helfende Hand, ein offenes Ohr – so wird echte Freiheit sichtbar.
Ich bete heute: Herr, mein Gott, ich danke dir, dass du ein Gott der Freiheit bist. Danke, dass du mich kennst und mich aus meinen inneren Gefängnissen führen willst. Hilf mir, die Freiheit, die du schenkst, nicht egoistisch zu nutzen, sondern in Liebe weiterzugeben. Öffne meine Augen für die Menschen um mich herum und schenke mir ein dienendes Herz. Führe mich auf deinem Weg der echten Freiheit. Amen.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag
Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard

