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LichtBlick des Tages


Dank, der zurückführt

 

So wollen wir nicht von dir weichen. Lass uns leben, so wollen wir deinen Namen anrufen.

Psalm 80,19


Einer aber unter ihnen, als er sah, dass er gesund geworden war, kehrte er um und pries Gott mit lauter Stimme.

Lukas 17,15

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

auf den ersten Blick scheint Psalm 80,19 tatsächlich wie eine Bedingung zu klingen: „Lass uns leben, dann wollen wir dich anrufen.“ Doch der Ton des Psalms ist kein fordernder, sondern ein bittender. Hier spricht ein Mensch, der erkannt hat, wie sehr er auf Gottes Eingreifen angewiesen ist. Es ist kein Handel, sondern ein sehnsüchtiges Gebet: Schenke du Leben – dann wird unser ganzes Leben Antwort sein, Lob und Hinwendung zu dir.


Ganz ähnlich begegnet uns diese Haltung im Evangelium. Zehn Männer werden gesund – ein Wunder, das ihr ganzes Leben verändert. Doch nur einer kehrt um. Nur einer erkennt, dass Heilung mehr ist als körperliche Wiederherstellung. Sie ist ein Geschenk, das nach Beziehung ruft. Dankbarkeit wird bei ihm nicht zur Pflicht, sondern zur Bewegung des Herzens zurück zu Gott.


Beide Texte führen zusammen: Leben von Gott empfangen und zu Gott zurückkehren. Das ist der Kreislauf des Glaubens. Gott schenkt – wir antworten. Gott handelt – wir loben. Und oft merken wir: Unser Leben ist voller Gaben, die wir schnell als selbstverständlich hinnehmen. Gesundheit, Bewahrung, kleine Freuden im Alltag. Wie oft gehen wir weiter, ohne umzukehren?


Die persönliche Anwendung liegt nahe: Dankbarkeit verändert die Richtung unseres Lebens. Sie holt uns aus dem Automatismus heraus und richtet unseren Blick neu auf Gott. Vielleicht geht es heute nicht darum, etwas Großes zu leisten, sondern einfach innezuhalten, „umzukehren“ – im Herzen – und Gott bewusst zu danken. Für das, was er getan hat. Für das, was er ist. Psalm 80 lädt uns ein, Gott um Leben zu bitten – und Lukas 17 zeigt uns, wie dieses Leben aussieht: als ein Leben, das Gott ehrt und ihn sucht.


Ich bete heute: Herr, du bist der Geber allen Lebens. So vieles empfange ich aus deiner Hand, ohne es wirklich zu würdigen. Vergib mir meine Gedankenlosigkeit. Öffne mir die Augen für deine Gaben und schenke mir ein dankbares Herz. Lass mich immer wieder zu dir umkehren, dich suchen und deinen Namen preisen. Erhalte mich in deiner Nähe und lehre mich, aus deiner Gnade zu leben. Amen.


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard