Freude, die aus Gottes Frieden wächst


Jauchze, du Tochter Zion! Frohlocke, Israel! Freue dich und sei fröhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem! Denn der HERR hat deine Strafe weggenommen.

Zefanja 3,14–15

 

Christus ist gekommen und hat im Evangelium Frieden verkündigt euch, die ihr fern wart, und Frieden denen, die nahe waren.

Epheser 2,17


Liebe Leserin, lieber Leser,

Freude lässt sich nicht befehlen. Niemand kann einem traurigen oder belasteten Menschen einfach sagen: „Nun freue dich doch!“ Dennoch beginnt der Prophet Zefanja genau mit diesem Aufruf. Der Grund dafür liegt jedoch nicht in den Umständen des Lebens, sondern im Handeln Gottes.


Das Volk Israel hatte Gericht und Schuld erfahren. Doch nun spricht Gott ein befreiendes Wort: „Der HERR hat deine Strafe weggenommen.“ Wo Schuld vergeben wird, entsteht neue Hoffnung. Wo Gott einen Neuanfang schenkt, darf echte Freude wachsen.


Der Apostel Paulus weist uns im Epheserbrief darauf hin, wie sich diese Verheißung in Jesus Christus erfüllt. Er ist gekommen, um Frieden zu verkündigen – Frieden für die Fernen und für die Nahen. Niemand ist ausgeschlossen. Christus lädt alle Menschen ein, zu Gott zurückzukehren und aus seiner Gnade zu leben. Dieser Friede ist weit mehr als die Abwesenheit von Streit. Er bedeutet Versöhnung mit Gott und damit ein neues Fundament für unser ganzes Leben.

 

Wie oft tragen wir Lasten mit uns herum: Fehler der Vergangenheit, Sorgen um die Zukunft oder Enttäuschungen der Gegenwart. Solche Belastungen rauben uns die Freude. Wir versuchen dann vielleicht, sie mit Aktivität oder Ablenkung zu überdecken. Doch wirkliche Freude wächst dort, wo wir unser Leben Jesus anvertrauen.


Er nimmt uns nicht jede Schwierigkeit sofort ab, aber er schenkt uns seinen Frieden mitten in den Herausforderungen. Wer weiß, dass Gott ihn angenommen hat, kann auch schwere Tage mit Hoffnung durchleben.


Vielleicht brauchen Sie heute genau diese Zusage. Gott sieht Ihr Herz. Er kennt Ihre Fragen, Ihre Schuld und Ihre Ängste. Und doch spricht er Ihnen seinen Frieden zu. Lassen Sie sich von seiner Liebe neu erfüllen. Die Freude, von der Zefanja spricht, ist kein flüchtiges Gefühl. Sie ist die stille Gewissheit, dass Gott mit Ihnen geht und Sie niemals allein lässt.


Darum bete ich heute: Herr Jesus Christus, ich danke Dir, dass Du gekommen bist, um Frieden zu bringen und mich mit dem Vater zu versöhnen. Danke, dass Deine Vergebung größer ist als meine Schuld und Deine Liebe stärker als meine Angst. Schenke mir ein Herz, das sich an Deiner Gegenwart freut, auch wenn mein Weg manchmal schwer ist. Hilf mir, aus Deinem Frieden zu leben und ihn durch mein Reden und Handeln an andere weiterzugeben. Amen.


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard