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LichtBlick des Tages


Treu bleiben – auch wenn Fragen offen sind

 

„Das sei ferne von uns, dass wir uns auflehnen gegen den HERRN und uns heute von ihm abwenden.“

(Josua 22,29)


Liebe Leserin, lieber Leser,

dieses Wort aus dem Buch Josua steht an einer entscheidenden Stelle in der Geschichte Israels. Zwei Stämme und ein halber Stamm hatten jenseits des Jordans ein Denkmal errichtet. Die übrigen Stämme befürchteten, sie hätten sich vom Herrn abgewandt und einen eigenen Altar gebaut. Ein schwerer Vorwurf stand im Raum: Abfall von Gott.


Doch die Beschuldigten wehren sich entschieden. Sie erklären: Dieses Denkmal soll kein Zeichen des Abfalls sein, sondern ein Zeugnis der Verbundenheit mit dem Herrn. Ihr Bekenntnis ist klar und eindrücklich: „Das sei ferne von uns, dass wir uns auflehnen gegen den HERRN und uns heute von ihm abwenden.“


Dieses Wort ist mehr als eine Verteidigungsrede. Es ist ein Glaubensbekenntnis. Es ist die bewusste Entscheidung, bei Gott zu bleiben – auch dann, wenn Missverständnisse entstehen, wenn Zweifel aufkommen oder Wege unübersichtlich werden.


Auch wir kennen solche Situationen. Zeiten, in denen unser Glaube auf die Probe gestellt wird. Zeiten, in denen wir uns fragen: Wo steht Gott in meinem Leben gerade? Bin ich noch auf seinem Weg unterwegs – oder habe ich mich leise entfernt?


Das Wort aus Josua erinnert uns daran: Treue zu Gott ist keine Selbstverständlichkeit. Sie ist eine tägliche Entscheidung. Eine Herzenshaltung. Ein bewusstes Ja zu seinem Weg, auch wenn er nicht immer leicht ist.


Glaube bedeutet nicht, keine Fragen zu haben. Glaube bedeutet, mit unseren Fragen bei Gott zu bleiben. Ihm zu vertrauen. Ihn nicht loszulassen.

So dürfen auch wir sagen: Herr, wir wollen bei dir bleiben. Wir wollen uns nicht abwenden. Wir wollen dir folgen, auch wenn wir den Weg nicht immer verstehen.


Wo stehe ich heute in meiner Beziehung zu Gott?

Was hilft mir, ihm treu zu bleiben?

Und wo brauche ich neu seine Nähe und Vergebung?

 

Darum bete ich heute: Herr, unser Gott, du kennst unsere Wege und unsere Herzen. Du weißt, wie oft wir zweifeln, wie oft wir müde werden und wie schnell wir uns von dir entfernen.

Wir bitten dich: Halte du uns fest. Bewahre uns davor, uns von dir abzuwenden. Schenke uns ein Herz, das dir vertraut und einen Glauben, der in deiner Nähe bleibt.

Lass uns sagen können – nicht nur mit Worten, sondern mit unserem Leben: Das sei ferne von uns, dass wir uns auflehnen gegen dich.

Amen.


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag!

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard