Der Herr bleibt unsere Zuflucht

 

HERR, du bist der Armen Schutz gewesen in der Trübsal, eine Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen wüten.

Jesaja 25,4

 

Der Engel des Herrn erschien dem Josef im Traum in Ägypten und sprach: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter mit dir und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kindlein nach dem Leben getrachtet haben.

Matthäus 2,19–20


Liebe Leserin, lieber Leser,

was für ermutigende Bibelverse! Sie führen uns vor Augen, dass die Welt sich zwar verändert, Gott aber derselbe bleibt. Schon zu Jesajas Zeiten wüteten Tyrannen, unterdrückten Menschen und verachteten das Leben. Auch zur Zeit Jesu herrschte mit Herodes ein grausamer Machthaber, der selbst vor dem Mord unschuldiger Kinder nicht zurückschreckte. Doch weder damals noch heute haben Tyrannen das letzte Wort. Gott wacht über die Seinen und führt seine Geschichte zum Ziel.


Auch heute erleben wir, wie Machthaber ihre eigenen Interessen verfolgen und das Recht vieler Menschen missachten. Kriege, Gewalt und Ungerechtigkeit prägen unsere Nachrichten.


Aber auch in unserem eigenen Land spüren viele, dass schwerere Zeiten auf uns zukommen. Menschen sorgen sich um ihre Zukunft.

An vielen Stellen wird rigoros gestrichen, während scheinbar an anderer Stelle mit vollen Händen Geld ausgegeben wird. Das schafft Verunsicherung und lässt manche mutlos werden.


Dennoch gilt die Zusage Gottes unverändert: Er ist eine Zuflucht für die Bedrängten. Er lässt schwere Zeiten zu und ruft Menschen dadurch immer wieder zur Umkehr. Aber niemals gibt er diejenigen auf, die auf ihn vertrauen. Josef erlebte das ganz persönlich. Gott führte ihn Schritt für Schritt, bewahrte seine Familie und zeigte ihm den richtigen Weg zur rechten Zeit.


Auch ich kenne Zeiten der Anfechtung und der Sorge. Nicht immer verstehe ich Gottes Wege. Doch gerade dann darf ich wissen: Mein Herr und Heiland Jesus Christus lässt mich nicht los. Bei ihm finde ich Schutz, Trost und neue Hoffnung. Seine Treue hängt nicht von den Umständen dieser Welt ab.


Deshalb möchte ich meinen Blick nicht zuerst auf das richten, was Menschen entscheiden oder zerstören können, sondern auf den lebendigen Gott, der gestern, heute und in Ewigkeit derselbe ist. Wer bei ihm Zuflucht sucht, wird niemals vergeblich kommen.


Darum bete ich heute: Herr Jesus Christus, ich danke Dir, dass Du meine Zuflucht bist, wenn die Welt unsicher wird und Menschen ihre Macht missbrauchen. Stärke mein Vertrauen auf Dich und bewahre mich davor, den Mut zu verlieren. Hilf mir, meinen Blick auf Deine Treue zu richten und in allen Anfechtungen Frieden bei Dir zu finden. Segne die Bedrängten, schenke den Verantwortlichen Einsicht und führe viele Menschen zu Dir. Denn Du allein bist unsere Hoffnung und unser Heil. Amen.

 

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard