Mit Ausdauer und Hoffnung unterwegs
Jünglinge werden müde und matt, und Männer straucheln und fallen; aber die auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, dass sie auffahren mit Flügeln wie Adler, dass sie laufen und nicht matt werden.
Jesaja 40,30–31
Lasst uns laufen mit Geduld in dem Kampf, der uns bestimmt ist, und aufsehen zu Jesus, dem Anfänger und Vollender des Glaubens.
Hebräer 12,1–2
Liebe Leserin, lieber Leser,
jeder neue Tag liegt wie eine Wegstrecke vor uns. Wir wissen oft nicht, welche Herausforderungen, Begegnungen oder Prüfungen auf uns warten. Doch Gottes Wort richtet unseren Blick nicht zuerst auf den Weg, sondern auf den, der uns auf diesem Weg begleitet.
Der Prophet Jesaja erinnert uns daran, dass selbst junge und starke Menschen an ihre Grenzen kommen. Niemand besitzt unerschöpfliche Kraft. Müdigkeit, Enttäuschung und Anfechtungen gehören zum Leben. Aber wer auf den HERRN harrt, wer seine Hoffnung auf ihn setzt und ihm im Vertrauen begegnet, wird von ihm erneuert. Gott verheißt keine Last ohne Mühe, aber er verspricht Kraft für jeden Schritt.
Der Schreiber des Hebräerbriefes greift dieses Bild auf und vergleicht das Glaubensleben mit einem Wettlauf. Dieser Lauf verlangt Ausdauer. Es geht nicht darum, möglichst schnell ans Ziel zu kommen, sondern treu zu bleiben. Das Geheimnis dieser Ausdauer liegt darin, den Blick auf Jesus zu richten. Er ist der Anfänger und Vollender unseres Glaubens. Was er begonnen hat, wird er auch ans Ziel bringen.
Gerade am Morgen dürfen wir diese Wahrheit neu in unser Herz aufnehmen. Wir müssen den Tag nicht aus eigener Stärke bewältigen. Christus geht uns voraus. Seine Gnade genügt für die Aufgaben, die vor uns liegen, und seine Treue trägt uns auch dann, wenn unsere eigenen Kräfte schwinden.
So dürfen wir diesen Tag mit Zuversicht beginnen: Nicht unsere Leistungsfähigkeit entscheidet über den Ausgang, sondern Gottes Gegenwart. Wer sich ihm anvertraut, wird erfahren, dass er auch in schwachen Stunden trägt, stärkt und neu aufrichtet. Der Blick auf Jesus schenkt Ruhe für das Herz und Mut für den nächsten Schritt.
Ich bete heute: Treuer himmlischer Vater, ich danke Dir für diesen neuen Tag und für Deine Verheißung, dass Du denen neue Kraft schenkst, die auf Dich hoffen. Bewahre mich davor, auf meine eigene Stärke zu vertrauen, und lehre mich, meinen Blick auf Jesus zu richten. Gib mir Geduld für den Lauf, den Du mir bestimmt hast, Mut für jede Herausforderung und Frieden in meinem Herzen. Lass mein Denken, Reden und Handeln heute von Deiner Liebe geprägt sein und führe mich auf Deinem guten Weg. In Jesu Namen. Amen.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag
Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard

