Vor dem Herrn niederfallen und danken
Kommt, lasst uns anbeten und knien und niederfallen vor dem HERRN, der uns gemacht hat.
Psalm 95,6
Der Samariter fiel nieder auf sein Angesicht zu Jesu Füßen und dankte ihm.
Lukas 17,16
Liebe Leserin, lieber Leser,
Anbetung beginnt mit einer Haltung des Herzens. Beide Bibelverse zeigen uns Menschen, die sich vor Gott niederbeugen. Es geht dabei nicht nur um eine körperliche Bewegung. Das Niederfallen drückt Demut, Ehrfurcht und Dankbarkeit aus. Wir erkennen: Gott ist unser Schöpfer, und wir sind seine Geschöpfe. Er ist größer als wir, und doch lädt er uns ein, zu ihm zu kommen.
In Lukas 17 begegnen wir dem Samariter, der von Jesus geheilt worden war. Zehn Menschen wurden gesund, aber nur einer kehrte zurück. Er fiel Jesus zu Füßen und dankte ihm. Vielleicht können wir uns gut in diese Situation hineinversetzen. Wie schnell freuen wir uns über Gottes Hilfe und gehen anschließend einfach weiter. Wir nehmen seine Gaben dankbar entgegen, vergessen aber manchmal den Geber.
Beide Verse laden uns deshalb zu einer bewussten Haltung der Anbetung und Dankbarkeit ein. Wir müssen nicht erst etwas Großes erleben, um Gott zu danken. Schon unser Leben, seine Treue, seine Liebe und seine tägliche Begleitung sind Gründe genug.
Ich möchte mich heute fragen: Wo habe ich Gottes Hilfe erfahren, ohne ihm dafür bewusst zu danken? Welche Dinge in meinem Leben nehme ich als selbstverständlich hin? Vielleicht ist es gut, heute einmal innezuhalten und Gott ganz konkret für drei Dinge zu danken. Ich darf vor ihm niederknien – nicht aus Angst, sondern aus Ehrfurcht, Liebe und Vertrauen. Und ich darf ihm sagen: „Herr, alles, was ich habe und bin, verdanke ich dir.“
Lasst uns nicht zu den Menschen gehören, die Gottes Segen empfangen und einfach weitergehen. Lasst uns wie der Samariter zurückkehren, Jesus suchen und ihm von Herzen danken.
Darum bete ich heute: Herr Jesus, ich danke dir für deine Liebe und deine Treue. Vergib mir, wenn ich deine Gaben als selbstverständlich ansehe und vergesse, dir dafür zu danken. Lehre mich, in Demut vor dir zu stehen, vor dir niederzuknien und dich von Herzen anzubeten. Öffne meine Augen für all das Gute, das du mir jeden Tag schenkst. Lass meine Dankbarkeit nicht nur Worte sein, sondern mein ganzes Leben prägen. Dir allein gebührt Ehre und Dank. Amen.
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag
Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard

