Das größte Geschenk dürfen wir nicht übersehen
Siehe, es kommt die Zeit, spricht der HERR, dass ich dem David einen gerechten Spross erwecken will. Der soll ein König sein, der wohl regieren und Recht und Gerechtigkeit im Lande üben wird.
Jeremia 23,5
Simon Petrus sprach: Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn!
Matthäus 16,16
Liebe Leserin, lieber Leser,
in gerade einmal acht Wochen ist wieder Weihnachten. Und ich befürchte, für manche wird es genauso überraschend kommen wie im vergangenen Jahr: Geschenke müssen noch schnell besorgt, Vorbereitungen getroffen und Termine eingehalten werden. Und plötzlich ist Weihnachten da. Doch übersehen wir dabei nicht manchmal das größte Geschenk? Gott hat seinen einzigartigen Sohn in die Welt gesandt, um uns den wahren Friedefürsten zu bringen.
Der Prophet Jeremia verkündete seine Worte in einer Zeit, in der die Könige Judas ihrer Verantwortung nicht gerecht wurden. Statt das Volk zu schützen, führten sie es in die Irre. Doch Gott ließ sein Volk nicht ohne Hoffnung. Er versprach einen gerechten Spross aus dem Hause Davids: einen König, der Recht und Gerechtigkeit schaffen würde. Christen erkennen in dieser Verheißung ihre Erfüllung in Jesus Christus. Er kommt nicht mit der Macht und dem Glanz menschlicher Herrscher, sondern zunächst unscheinbar als Kind in einer Krippe.
Jahrhunderte später fragt Jesus seine Jünger, für wen sie ihn halten. Petrus antwortet mit einem Bekenntnis, das weit über eine persönliche Meinung hinausgeht: „Du bist der Christus, des lebendigen Gottes Sohn!“ Er erkennt in Jesus den von Gott gesandten Retter. Petrus versteht zu diesem Zeitpunkt allerdings noch nicht vollständig, welchen Weg Jesus gehen wird – den Weg des Leidens, des Kreuzes und der Auferstehung.
Die Weltgeschichte wurde nicht dadurch verändert, dass ein mächtiger Herrscher einen weiteren Thron bestieg. Gott kam selbst zu uns. Während die Römer noch lange herrschten, hatte Gottes Rettungshandeln bereits begonnen. Und die Hoffnung reicht bis ans Ende der Bibel: Jesus ist das Alpha und das Omega, der Anfang und das Ende. Die Offenbarung schließt mit dem sehnsüchtigen Ruf: „Amen, ja, komm, Herr Jesus!“
Ich möchte Weihnachten nicht einfach auf mich zukommen lassen. Schon heute will ich innehalten und mich fragen, was Jesu Kommen für mein Leben bedeutet. Zwischen Alltag, Einkäufen und Verpflichtungen möchte ich Raum schaffen für das größte Geschenk: Gottes Nähe in Jesus Christus. Denn Weihnachten erinnert mich nicht nur an ein Kind in der Krippe, sondern an den König, der wiederkommen wird.
Ich bete heute: Herr Jesus Christus, bewahre mich davor, das größte Geschenk in der Hektik des Alltags zu übersehen. Hilf mir, neu zu erkennen, wer du bist: Gottes Sohn, mein Retter und Friedefürst. Lass mich in der Hoffnung leben, dass du regierst und eines Tages alles vollenden wirst. Amen. Ja, komm, Herr Jesus!
Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Tag
Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard

