Wenn du keinen Ausweg mehr siehst


Der HERR wird für euch streiten, und ihr werdet stille sein.

2. Mose 14,14


Wenn sie euch hinführen und überantworten werden, so sorgt euch nicht vorher, was ihr reden sollt; sondern was euch in jener Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid’s nicht, die da reden, sondern der Heilige Geist.

Markus 13,11


Liebe Leserin, lieber Leser,

kennst du Situationen, in denen du einfach nicht mehr weiterweißt? Du hast gebetet, nach Lösungen gesucht und trotzdem scheint sich nichts zu verändern. Vor dir eine scheinbar unüberwindbare Mauer – und hinter dir der Druck, die Angst oder die Vergangenheit.


Genau dort stand das Volk Israel. Vor ihnen das Schilfmeer, hinter ihnen das Heer des Pharaos. Kein menschlicher Ausweg war zu erkennen. Doch mitten in dieser hoffnungslosen Situation spricht Mose Worte, die bis heute unser Herz erreichen: „Der HERR wird für euch streiten.“


Was für ein Gott! Wenn unsere Kraft nicht mehr reicht, reicht seine Kraft. Wenn wir keinen Weg sehen, kennt er bereits einen Weg. Und wenn wir nicht wissen, was wir tun sollen, ist er nicht ratlos.


Vielleicht versuchst du gerade, etwas selbst zu tragen, das Gott längst in seine Hände nehmen möchte. Du musst nicht immer kämpfen. Manchmal ruft Gott dich dazu auf, still zu werden, ihm zu vertrauen und ihn handeln zu lassen.


Doch Jesus geht noch weiter. Er sagt seinen Jüngern, dass sie um seines Namens willen vor Menschen stehen werden. Sie sollten keine Angst haben und sich nicht sorgen, was sie sagen müssten. Der Heilige Geist würde ihnen die Worte geben.


Das ist auch für uns eine wunderbare Ermutigung: Wenn Gott dir eine Gelegenheit schenkt, von Jesus zu erzählen, brauchst du kein perfekter Redner zu sein. Du brauchst nur ein Herz, das Jesus vertraut. Gott kann durch ein einfaches Zeugnis, ein ehrliches Wort und ein mutiges Bekenntnis ein Menschenleben berühren.


Vielleicht kämpfst du gerade um deine Familie, deine Zukunft oder gegen eine Angst, die dich nicht loslässt. Dann lege es heute bewusst in Jesu Hände. Sag ihm: „Herr, ich kann es nicht. Aber du kannst es.“ Und wenn Gott dir einen Menschen aufs Herz legt, der Jesus noch nicht kennt, dann schweige nicht aus Angst. Bitte den Heiligen Geist um Mut und die richtigen Worte.


Denn der größte Kampf ist bereits gewonnen: Jesus Christus hat am Kreuz für unsere Schuld gestritten. Er hat den Tod besiegt und lebt! Deshalb gibt es Hoffnung – auch für dich. Du musst nicht zuerst dein Leben in Ordnung bringen, um zu Jesus zu kommen. Komm so, wie du bist. Vertraue ihm dein Leben an.


Darum bete ich heute: Herr Jesus, danke, dass du für mich kämpfst, wenn meine Kraft nicht mehr reicht. Ich bringe dir heute meine Ängste, Sorgen und Kämpfe. Hilf mir, still zu werden und dir wirklich zu vertrauen. Erfülle mich mit deinem Mut. Gib mir die richtigen Worte, wenn ich von dir erzählen darf. Lass mein Leben ein Zeugnis deiner Liebe sein. Amen.


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern einen gesegneten Tag

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard