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LichtBlick des Tages


 

Wenn die Welt verstummt und das Evangelium hörbar wird

 

Das Erdreich erschrickt und wird still, wenn Gott sich aufmacht zu richten, dass er helfe allen Elenden auf Erden.

Psalm 76 9–10


Und das Evangelium muss zuvor gepredigt werden unter allen Völkern.

Markus 13,10

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

Diese beiden Verse führen uns in ein Spannungsfeld zwischen Gottes souveränem Handeln und unserem Auftrag als Menschen. Im Psalm begegnet uns ein mächtiges Bild: Die ganze Erde verstummt, wenn Gott eingreift. Sein Gericht ist kein willkürlicher Akt, sondern dient dazu, den Schwachen zu helfen. Gott sieht das Leid, das oft übersehen wird. Er ist kein ferner Beobachter, sondern ein gerechter Richter, der sich der Elenden annimmt.


Im Markus-Evangelium hingegen liegt der Fokus auf der Zeit davor. Bevor Gott sichtbar eingreift, geschieht etwas Entscheidendes: Das Evangelium wird verkündigt – allen Völkern. Diese Botschaft von Hoffnung, Rettung und Gnade soll jeden erreichen. Es ist, als würde Gott der Welt Zeit geben, seine Einladung zu hören.


Hier berühren sich beide Aussagen: Gott wird handeln, aber vorher lässt er seine rettende Botschaft hinausgehen. Und genau hier kommen wir ins Spiel.


Vielleicht warten wir manchmal darauf, dass Gott eingreift – in unserem Leben oder in der Welt. Doch diese Verse erinnern uns daran, dass Gott nicht nur am Ende handelt, sondern schon jetzt wirkt – durch Menschen, die seine Botschaft weitergeben. Die Frage ist: Bin ich bereit, Teil davon zu sein? In meinem Alltag, durch Worte, durch Taten, durch Mitgefühl?


Es muss nicht immer laut oder spektakulär sein. Oft beginnt es im Kleinen: ein offenes Ohr, ein ermutigendes Wort, ein gelebter Glaube. So wird das Evangelium sichtbar, lange bevor die Welt still vor Gott steht.


Ich bete heute: Herr, du gerechter Gott, du siehst das Leid dieser Welt und auch mein eigenes Herz. Danke, dass du dich den Schwachen zuwendest und Gerechtigkeit schaffst. Hilf mir, nicht nur auf dein Eingreifen zu warten, sondern heute schon dein Werkzeug zu sein. Gib mir Mut, deine Botschaft weiterzugeben – in Liebe, in Wahrheit und im Alltag. Öffne meine Augen für die Menschen um mich herum und mein Herz für deinen Auftrag. Amen.


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag!

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard