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LichtBlick des Tages


 

Ein heiliges Feuer, ein unerschütterliches Reich

 

Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer und ein eifernder Gott.

5. Mose 4,24


Darum, weil wir ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird, lasst uns dankbar sein und so Gott dienen mit Scheu und Furcht, wie es ihm gefällt.

Hebräer 12,28

 

Liebe Leserin, lieber Leser,

diese beiden Verse wirken zunächst hart. Ein Gott, der ein „verzehrendes Feuer“ ist – das klingt nach Gericht, nach Ernst, nach Gefahr. Und tatsächlich: Gott ist heilig. Seine Gegenwart duldet kein Unrecht, keine Halbherzigkeit, kein Spiel mit der Sünde. Sein „Eifer“ ist kein unkontrollierter Zorn, sondern leidenschaftliche Liebe, die keine Rivalen akzeptiert. Gott will nicht ein Teil unseres Lebens sein – er will unser Zentrum sein.


Der Hebräerbrief greift diesen Gedanken auf, aber er stellt ihn in einen neuen Horizont: Wir haben ein Reich empfangen, das nicht erschüttert wird. Trotz Gottes Heiligkeit und trotz unseres Versagens schenkt er uns etwas Unvergängliches. Das verändert alles. Wir stehen nicht mehr nur vor dem heiligen Feuer – wir gehören zu seinem Reich.


Doch genau daraus entsteht eine Spannung: Dankbarkeit und Ehrfurcht gehören zusammen. Gnade bedeutet nicht Gleichgültigkeit. Wer Gottes Größe erkennt und seine Rettung annimmt, wird ihn nicht lässig behandeln. „Scheu und Furcht“ meint hier keine Angst, die uns von Gott wegtreibt, sondern eine tiefe Ehrfurcht, die uns zu ihm hinzieht – aufmerksam, demütig und wach.


Wo ist Gott in meinem Alltag vielleicht zu „gewöhnlich“ geworden? Rede ich mit ihm, höre ich auf ihn, als wäre er einfach verfügbar – oder begegne ich ihm mit ehrlicher Ehrfurcht? Gleichzeitig: Lebe ich aus Dankbarkeit für das unerschütterliche Reich, das mir geschenkt ist? Diese Verse laden mich ein, beides neu zu verbinden: Gottes Heiligkeit ernst zu nehmen und seine Gnade dankbar zu feiern.


Ich bete heute: Herr, du bist heilig und größer, als ich begreifen kann. Vergib mir, wo ich dich klein gemacht oder leicht genommen habe. Lehre mich Ehrfurcht, die aus Liebe kommt, und Dankbarkeit, die mein Leben prägt. Danke, dass du mir ein Reich geschenkt hast, das nicht vergeht. Hilf mir, dir so zu dienen, wie es dir gefällt – mit ganzem Herzen. Amen.


Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern, einen gesegneten Tag!

Herzliche Grüße, Pastor Michael Röschard