Einmal kurz zur Ruhe kommen. In der Hektik des Alltags.

Hier finden Sie regelmäßig - einen Gedanken für den Tag. Das kann ein Text sein, ein paar Gedanken zum Nachdenken, oder ein Bibeltext mit einigen Gedanken, einer Andacht dazu. Lernen Sie neu das Hören, in einer oft so lauten Welt.                                                                                                                                            Herzliche Einladung dazu!

"Dies habe ich mit euch geredet, damit ihr in mir Frieden habt.

In der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden"!

Jesus Christus

Johannes 16:33

Copyright Bild: 1&1 ionos

 

                 "Angst essen Seele auf"

 

Treffender könnte man es nicht beschreiben was in den letzten Tagen uns als Menschen erreicht. Was vor ein paar Monaten noch weit weg war, hat uns spätestens letzten Donnerstag erreicht.

"CORONA" heisst das ANGST-WORT unserer Tage!

 

Unser gesamtes soziales Leben, ist quasi über Nacht zum Stillstand gekommen. Etwas was seit 70 Jahren undenkbar gewesen ist, bis heute!

Das Resultat davon ist "ANGST", "VERUNSICHERUNG", bis hin zur PANIK.

 

Auf der anderen Seite herrscht fast eine eigenartige "Gleichgültigkeit". Immer noch werden Parties gefeiert, trifft man sich als wäre nichts geschehen.

Die ANGST ignorieren, scheinbar nach dem Motto:" Lasst uns essen, lasst uns trinken, denn morgen sind wir sowieso tot"!

 

ANGST! Sie überfällt uns! Teilweise unkontrolliert! Sie steigt in uns hoch, angesichts der Bilder die wir tagtäglich in Funk und Fernsehen hören und sehen.

 

ÄNGSTE beschleichen die Menschen. ÄNGSTE wachsen, sie werden zu "Monstern", die gefangen nehmen.

»ANGST essen Seele auf« so ist der Titel eines Filmes aus den 70er Jahren.

Für mich ist es eine bezeichnende Wirkung der ANGST.

 

ANGST greift die Seele an! Wenn ANGST mich besetzt, werde ich kleiner, unscheinbarer. Es ist, als schrumpfe ich. Die ANGST frisst am Menschen. Das zeigt sich ganz unterschiedlich: Einige fühlen sich hilflos. Andere sind wie gelähmt. Manche ziehen sich zurück. Wieder andere werden aggressiv. Sie halten ihre ANGST in Schach, indem sie andere ängstigen. Manche werden krank vor ANGST. Die Lebenszufriedenheit weicht.

 

ANGST zerfrisst die Seele!

 

Die Theorie, dass man der ANGST nur mutig ins Auge blicken müsse, hilft hier auch nicht wirklich weiter. ANGST kann man so nicht vertreiben.

Auf der anderen Seite schäme mich nicht für meine ANGST, sondern sehe es wie der Skispringer Sven Hannawald. Er warnt jeden, der Skifliegen wolle, dass er sich klar machen müsse, bei einem Sturz keinen Airbag dabei zu haben. Deshalb sei er davon überzeugt: »Der einzige Schutz, den wir Skiflieger haben, ist eben unsere Angst. Sie bewahrt uns davor, zu viel zu riskieren.«

 

Mit der Angst richtig umgehen

 

Es hilft, wenn ich lerne, mit ANGST richtig umzugehen. ANGST, die immer wiederkommt, ist kräftezehrend. Sie schränkt meine Handlungsfähigkeit ein, bis ich am Ende vor ANGST wie gelähmt bin. Sie kann mein Denken so überwältigen, dass daraus die ANGST vor der ANGST wird. Das ist dann wie ein Sog in einen inneren Abgrund. So weit sollte ich es nicht kommen lassen. ANGST zu haben, ist keine Schande. Deshalb bin ich gut beraten, mir Hilfe zu holen, sollte ich mit meinen ÄNGSTEN nicht mehr fertig werden.

 

Neben der ANGST, die ihre Ursachen in meiner Persön-lichkeits-Struktur hat, gibt es die ANGST, die von außen in mein Leben fällt. Ihr kann ich mich unter Umständen noch stärker ausgeliefert fühlen. Das zeigen uns auch gewissermaßen sogenannte Hamsterkäufe einzelner Menschen um uns herum. Man vertraut z.B den Worten der Politik nicht mehr. Viele scheinen sich selbst der Nächste zu sein. Da stört es den einzelnen auch nicht, wenn eine Verkäuferin die "Gott sei Dank" noch ihren Job tun kann, auf das unflätigste beschimpft wird, weil es kein "Toilettenpapier, Nudeln oder Sterilisationsmittel" mehr gibt!

 

Wie kann der Angst begegnet werden?

 

Zweierlei kann hier durchaus helfen. Als erstes versuche ich, den Ängsten rational gegenüberzutreten. Mein Blick in die Wirklichkeit zeigt mir: Es ist wahrscheinlicher im Haushalt einen Unfall zu haben, als bei einem Terrorakt zu sterben.

 

Das zweite ist mir noch wichtiger: Ich weiß, es gibt keine absolute Sicherheit!

 

Dass ich in schwierigen Situationen nicht verzweifle, dabei hilft mir mein Glauben. Nicht dass man als Christ keine Ängste kennt. Gerade biblische Geschichten erzählen von der ANGST, die Menschen befällt. Petrus hat ANGST in den Wellen des Sees unterzugehen und ruft um Hilfe. Jesus rettet ihn und zieht ihn ins Boot. Später, als Jesus schon verhaftet war, wird Petrus gefragt: »Du gehörst doch auch zu diesem Jesus?« Voller ANGST um sein Leben wehrt Petrus ab: »Nein, ich kenne diesen Jesus nicht.« Auch Jesus hatte ANGST als klar wurde, dass seine Verhaftung bevorsteht. In Todesangst schwitzt er Blut und ringt im Gebet mit Gott, was jetzt dran ist: Fliehen oder Standhalten? Jesus überlässt sich Gott und geht trotz seiner ANGST oder indem er der LebensANGST nicht nachgibt, bewusst seinen Weg mit Gott weiter. Ja, er geht in den Tod. Ja, es war grausam und bitter. Doch das Wunder geschieht, dass Gott dort Leben werden lässt, wo wir Menschen nur den Tod sehen. Weil Jesus diese LETZTE ANGST, die ANGST vor dem Tod, die ANGST vor Gewalt und Leid kennt, vertraue ich ihm, wenn er sagt: »In der Welt habt ihr ANGST, doch seid getrost, ich habe die Welt - und damit die ANGST - überwunden.«

 

 

Es gibt im Leben keine absolute Sicherheit!

 

Jesus sagte seinen Jüngern völlig illusionsfrei: »in der Welt habt ihr ANGST.«

Und das oft gerade dort, wo ich als Einzelner keine Kontrolle mehr über eine Situation habe.

Fake-News, Falschinformationen z.B. durch Ketten-Briefe über Whats-App, Meldungen in der Tagespresse die an einem Tag Wahrheit zu sein scheinen und wenige Tage später widerrufen werden (z.B. Ibuprofen), schaffen ein Klima der ANGST - obwohl sie doch behaupten, den Menschen ÄNGSTE nehmen zu wollen.

 

Es könnte aber auch sein, dass ich mich von einigen Illusionen trennen muss, an die ich bisher geglaubt habe. Habe ich etwa bisher die Vorstellung gehabt, ein Leben ohne ANGST wäre machbar? Oder habe ich einiges Geld in Versicherungen bezahlt, in der Überzeugung, dadurch die meisten Risiken des Lebens ausschalten zu können? Habe ich geglaubt, meine heile Welt könnte durch die Probleme in fernen Ländern niemals erschüttert werden?

 

Habe ich wirklich gedacht, dass unser Fortschritt in Technik, Wissenschaft und Wirtschaft alle Dinge im Griff hätte?

 

Wie hilft mir das heute?

 

Es gibt im Leben keine absolute Sicherheit.

Jesus sagte seinen Jüngern völlig illusionsfrei: »In der Welt habt ihr Angst.«

 

Ich möchte nicht die Angst an die erste Stelle setzen, sondern die Zuversicht und Hoffnung, dass das Leben weitergeht. Vielleicht wird es anders, als ich es mir vorstelle. So will ich getrost auf ausweglos erscheinende Situationen schauen. Das ist als wende ich bewusst das Blatt um. Mag die eine Seite grau und schwarz aussehen, wenn ich angstvoll schaue, so ist die andere Seite doch weiß und hell, wenn ich frage: Wie könnte es gut gelingen?

 

Ich finde das in einer bib­lischen Geschichte wieder: Paulus und Silas wurden ausgepeitscht und kamen ins Gefängnis. Ungewiss war, wie es weitergeht. Angst wird sie befallen haben. Um Mitternacht - die Tiefe der Nacht steht auch für die Angst - da wandelt sich etwas in ihnen. Sie beginnen zu singen. Sie haben ihr Gottvertrauen wiedergefunden und sie loben Gott. Sie sind sich gewiss: selbst wenn sie von Menschen gefangen sind, so ist Gott auch in dieser Not da. Nicht die Angst besetzt sie, sondern die Gewiss­heit, von Gott geliebt und getragen zu sein. Sie haben das Blatt gewendet, von angstvoller Sorge zu tiefem Vertrauen. Das lässt sie mutig singen.

Als Jesus und Petrus sich nach dem Verrat wieder begegnen, fragt ihn Jesus: »Hast du mich lieb?« Für mich beinhaltet diese Beziehungsfrage, ein weiteres Mittel gegen die ANGST. Wenn da Liebe ist, brauchst du dich nicht zu ängstigen, ob du versagst. Das Licht der Liebe ist stärker als die Angst. So bezeugen es biblische Texte:“ Es wird nicht dunkel bleiben, über denen, die in Angst sind.

 

Gott hat uns nirgends versprochen, uns aus ALLER Not zu retten! Aber er hat uns versprochen uns in jeder Not nahe zu sein!

 

Gott macht das, was jede Mutter tut, deren Kind Angst hat: Sie spendet Trost in der Angst: »Ich will euch trösten, wie einen seine Mutter tröstet.« (Jesaja 66,13).

Während des 2ten Weltkrieges waren die Kirchen voll, oft bis zum letzten Platz. Viele hörten wieder ganz neu die Botschaft von Gott und seiner Botschaft des Trostes.

 

Ich wünsche mir von Herzen, dass wir neu beginnen, nach diesem Gott zu suchen. Und nicht nur damit Gott "einen Impfstoff gegen das CORONA-VIRUS schenkt". Sondern damit wir in diesen dunklen, wirren Tagen, die uns ANGST machen, ganz neu oder vielleicht zum ersten Mal diesen Gott suchen.

 

Diesen Gott, der in Jesus Christus in diese Welt gekommen ist!

 

Diesen Gott der uns in Jesus Christus zuspricht:" In der Welt habt ihr ANGST, aber seid getrost, ich habe die WELT und damit die ANGST überwunden!

 

Darum möchte ich auch jeden Tag neu lernen, dem Gott zu vertrauen der mir und jedem der ihm Glauben schenkt zusagt:"

 

Fürchte dich nicht,

denn ich bin bei dir;

hab keine Angst, denn ich bin dein Gott!

Ich mache dich stark,

mit meiner siegreichen Hand beschütze ich dich!

JESAJA 41,10

 

 

M.R./K.S.

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